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25 Banken und Wechselstuben in Prag im Test

Was Geschäftsreisende beim Geldwechseln in Prag beachten sollten.

Für viele Besucher beginnt der Aufenthalt in der „Goldenen Stadt“ mit der Suche nach einer Bank oder Wechselstube, um Bargeld in tschechische Kronen zu tauschen. An Möglichkeiten dazu mangelt es wahrlich nicht. Allerorten locken Wechselstuben mit „0 % Commission“ und „Best rates in town“.

Doch wie kann es sein, dass alle die besten Kurse in der Stadt anbieten? Und wie hoch sind die Gebühren tatsächlich? Was gibt es beim Geldwechseln zu beachten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden?

Die in Prag ansässige Redaktion des deutschsprachigen Informationsportals Tschechien Online hat an einem Nachmittag im März 25 Banken und Wechselstuben in Prag getestet und festgestellt, dass die Gebührenspanne gewaltig ist. Wer ungünstig tauscht, kann schon bei 100 Euro leicht den Gegenwert eines Luxus-Abendessens verlieren.

„Die Testergebnisse widerlegen klar die weit verbreitete Ansicht, dass es generell günstiger sei, bei Banken als bei Wechselstuben zu tauschen. Die Ergebnisse des Tests sind dabei zweischneidig: Einerseits kann man die Praktiken vieler Wechselstuben leider nicht anders als unseriös bezeichnen – wo alles offensichtlich darauf angelegt ist, die Kunden über die tatsächlichen Tauschkonditionen zu täuschen. So kann es passieren, dass im Extremfall 24 von 100 Euro beim Währungsumtausch von der Wechselstube einbehalten werden. Andererseits waren aber auch die Testsieger Wechselstuben und dabei deutlich günstiger als Banken“, kommentiert Tschechien-Online-Herausgeber Niels Köhler das Testergebnis.

Bei dem Testsieger fehlten gegenüber dem offiziellen Kurs der Tschechischen Nationalbank bei 100 Euro genau 1,34 Euro. Beim Testverlierer wären dagegen beim gleichen Tauschbetrag umgerechnet satte 23,43 Euro in der Wechselstube geblieben – also mehr als siebzehnmal so viel. Die Differenz zwischen Testsieger und Testverlierer beträgt somit sage und schreibe 21,81 Euro. Dabei befindet sich die tschechische Krone ohnehin seit langem auf Höhenflug – unlängst wurde erstmals die Marke von 25 Kronen für einen Euro unterschritten, vor drei Jahren war der Euro noch über 30 Kronen wert.

Faustregeln zum Geldwechseln

Wie die Test-Ergebnisse zeigen, gibt es aber leider kein Patentrezept, günstig zu tauschen. Banken liegen gebührenmäßig im Mittelfeld, werden aber von einigen Wechselstuben deutlich unterboten. Tschechien Online empfiehlt daher folgende drei Faustregeln zum Geldwechseln:

1. Vor dem Tauschen den offiziellen Kurs der Tschechischen Nationalbank einsehen (zum Beispiel auf der Startseite von Tschechien Online (www.tschechien-online.org).

2. Sich nicht von hohen, über dem offiziellen Kurs der Nationalbank liegenden Kursen täuschen lassen, es handelt sich dabei in der Regel um den Kurs für den Verkauf von Euros seitens der Bank oder Wechselstube.

3. Vor dem Tauschen unbedingt fragen, wie viel man für den gewünschten Betrag an Kronen als Endbetrag herausbekommt. Mehrere Angebote auf diese Art und Weise vergleichen, gegebenenfalls versuchen zu handeln.

„Insgesamt ist festzustellen, dass der Bereich der Devisengeschäfte für den Endkunden in Prag sehr kundenunfreundlich und alles andere als transparent ist. Im Hinblick auf die Arglosigkeit vieler Prag-Besucher gegenüber den legalen Abzockern beim Geldwechseln ist in diesem Bereich unbedingt eine stärkere Sensibilisierung nötig. Da die meisten Bankinstitute und Wechselbüros landesweit Filialen unterhalten, ist zudem davon auszugehen, dass die in Prag gemachten Erfahrungen auch auf ganz Tschechien übertragbar sind“, fasst Niels Köhler die Testergebnisse zusammen .

www.tschechien-online.org





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